Würde Jesus bei IKEA einkaufen?

Würde Jesus bei IKEA einkaufen?So heißt ein neues Andachtsbuch von Tobias Faix. Schon wieder ein Andachtsbuch? Nicht ganz… drehen sich die meisten Bücher dieser Kategorie meistens um meine geistlichen Innenansichten (zugegeben – meine eigenen Andachten tun das oft auch…), wagt Tobias Faix den Blick über den Tellerand. Und er wagt ihn nicht nur – er provoziert ihn geradezu. Was hat Glaube mit der Globalisierung zu tun? Mit Armut in den Schwellenländern der Dritten Welt? Mit Umweltschutz? Wo stößt das Evangelium heute noch an im Supermarkt der Spiritualität… die Liste ließe sich lange fortsetzen.

Genau deshalb habe ich das Buch dann doch nicht zu Ende gelesen: Man kann es eben nicht konsumieren wie „schon wieder ein Andachtsbuch“. Entweder man legt nach dem ersten Kapitel das Buch weg und investiert in die Umsetzung. Oder man wird als Leser dem Buch nicht gerecht. So wollte ich das Buch nicht behandeln – aber zu zusätzlichen radikalen Investitionen fehlt mir im Moment auch die Power und Übersicht.

Daran merke ich, wie stark ich selber auf den Konsum geistlicher Inhalte gepolt bin. Vielleicht sollten wir deutlich weniger Andachtsbücher lesen. Um mehr Zeit, Luft und Kraft für die Umsetzung ins wirkliche Leben zu haben…

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Vau – Ih – Em

Bin über einen interessanten Gedanken von Dallas Willard gestolpert. Er schreibt ja viel über geistliches Wachstum (spiritual formation) – und Grundlage für jeden Veränderungsprozess sind drei Schritte, die er mit den Anfangsbuchstaben V, I und M bezeichnet:V wie Vision: Eine Sicht, eine innere Vorstellung vom angestrebten EndergebnisI wie Intention: Eine Absicht, ein bewusster Entschluss, sich auf den Weg zu machenM wie Method: Konkrete Abläufe und Maßnahmen für die PraxisWillards These: Erst wenn alle drei Ebenen zusammen kommen (und auch in der Reihenfolge), kann geistliches Wachtum – oder Veränderung ganz allgemein – Frucht bringen und erfolgreich sein. Und oft sabotieren wir so einen Veränderungsprozess von vornherein dadurch, dass wir über Methoden reden, bevor unsere Zuhörer einen Entschluss gefasst haben. Oder dadurch dass wir zu einem Entschluss heraufordern, ohne unseren Zuhörern eine positive Vision vom möglichen Resultat der Veränderung vor Augen gemalt zu haben.Wie Schuhbinden klingt es kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach. Und auch leicht ausprobierbar, denn bei Veränderungen ist eins sicher: Die nächste steht unmittelbar vor der Tür. 

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Das Toastbrot ist Gott

Verkürzt, formelhaft, vereinfacht – man kann über die so genannten „Vier geistlichen Gesetze“ denken was man will – sie sind so einfach, dass sogar ein Kind sie verstehen und erklären kann.Sogar mein Kind (5)…Sogar mein Kind beim Einkaufen…Sogar mein Kind beim Einkaufen während es im Einkaufswagen sitzt…“Der Joghurt sind wir Menschen und das Toastbrot ist Gott. Und Jesus ist das Duschgel hier. Und nur weil Jesus für uns gestorben ist, können wir nun über das Duschgel zum Toastbrot kommen…“Sehr beeindruckend. In voller Kinderlautstärke. In der Schlange vor der Kasse.Erstaunlich, was sie heute alles im Kindergottesdienst lernen! Vor meinem inneren Auge knieten bereits die shoppenden Massen rund um den Einkaufswagen… naja, das nächste Mal vielleicht.Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…

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