Vertrauen und Gestalten

 

Ich bin am Ende unseres Tiefergrabens angelangt. Wir hätten auf dieser Suche nach Gottes Gewissheiten für die Zukunft in allen Tiefenschichten noch weitere, andere Entdeckungen machen können. Aber ich glaube auch, dass wir tragfähigen Grund gefunden haben und drei wesentliche Orientierungspunkte, die Gott allen, die ihm vertrauen, für die Zukunft in die Hand und ins Herz gibt.

Gott will eine Zukunft.
Die Zukunft bei Gott hat eine uneingeschränkt positive Qualität.
Jesus kommt wieder – und Christen nach Hause.

Bleibt die Frage: Was mache ich jetzt damit? Was folgt daraus? Wie kann ich mit Blick auf unser Tiefergraben und unsere drei freigelegten Orientierungspunkte hoffnungsvoll leben? Ich persönlich nehme für mich aus diesem Blick in Gottes Zukunft den Auftrag mit, in der Gegenwart zu vertrauen und zu gestalten.

Das Erste ist Vertrauen. Das bedeutet für mich, mir nicht Angst machen zu lassen von dieser Welt, ihren Widersprüchlichkeiten, Schattenseiten und Abgründen. Vertrauen heißt, hellwach zu bleiben und meine Hoffnung nicht an den Umständen dieser Welt und dieses Lebens festzumachen, sondern an Jesus, der eines Tages wiederkommen wird und mich nach Hause holen. Und Vertrauen heißt für mich, anderen Menschen keine Angst zu machen. Mit Blick auf die Gewissheiten, die wir gemeinsam freigelegt haben, könnten – nein, müssen! – Christen die mutigsten und optimistischsten Menschen der Welt sein.

Das Zweite ist das Gestalten, im Wissen um die Vorläufigkeit dieser Welt und im Vertrauen auf Gottes Zukunft hier und jetzt Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen. Ja, wir haben hier keine bleibende Statt – und genau deshalb möchte ich ein verantwortungsvoller Gast auf Erden sein, solange ich hier bin. Gott hat den Auftrag, seine Schöpfung zu bebauen und zu bewahren, nie widerrufen, wohlwissend dass er einen neuen Himmel und eine neue Erde längst in Arbeit hat.  Gestalten, das heißt für mich Gott treu zu folgen so gut ich kann und seine Menschen zu lieben.

„Die Zukunft hat viele Namen“, hat Victor Hugo gesagt. „Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“

Ja, ich mag schwach sein – aber Christus ist meine Stärke und meine Zuversicht. Und deshalb kann und werde ich an seiner Hand Gottes Zukunft erreichen und zu Hause ankommen.

Ja, ich mag furchtsam sein – „in dieser Welt habt ihr Angst“, hat Jesus mir zugestanden, „aber seid getrost, ich habe diese Welt überwunden“. Und deshalb wird meine Furcht nicht das letzte Wort haben.

Ja, ich darf mutig sein. Deshalb will ich los gehen, gesegnet und gesendet in die Aufgabe, die Gott mir gibt. Denn jede Sekunde meiner Zukunft ist für Gott eine Chance.

Ich glaube, das können wir heute über morgen wissen.

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